Wunden an schwierigen Körperstellen versorgen
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ConvaFoam® Silicone Mulitsite-Verband in der Achsel anwenden
Die Versorgung chronischer Wunden kann an einigen Körperstellen eine Herausforderung darstellen. Faktoren wie die Wundlokalisation, die Wundgröße und die Exsudatmenge beeinflussen die Wahl der geeigneten Wundversorgung und des passenden Verbandes.[1,3] Für eine erfolgreiche Wundheilung ist es wichtig, die Grundsätze der phasengerechten Wundbehandlung konsequent umzusetzen und die Versorgung individuell an die Bedürfnisse der Patient:innen anzupassen.[1,2]
Besonders an schwer zu versorgenden Körperstellen wie Sakralregion, Ferse, Knie, Ellenbogen oder Achselhöhlen kann die Verbandfixierung erschwert sein. Ursachen sind häufig Bewegung, Druckbelastung beim Sitzen oder Liegen sowie Feuchtigkeit in Hautfalten. Im Folgenden erfahren Sie fünf wichtige Aspekte, die bei der Versorgung chronischer Wunden an schwer zu versorgenden Körperstellen berücksichtigt werden sollten.
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Kausaltherapie: Ohne geht’s nicht
Die chronische Wunde ist häufig ein Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung oder einer externen Ursache, wie beispielsweise eines Dekubitus. Für eine erfolgreiche Wundheilung ist daher zunächst eine korrekte Diagnose erforderlich, um die Ursache der Wunde zu identifizieren und eine geeignete Kausaltherapie einzuleiten.[1,2]
Bei einem Dekubitus stehen Druckentlastung und Druckverteilung im Vordergrund, sowohl zur Behandlung als auch zur Prävention weiterer Druckschäden. Beim diabetischen Fußulkus (DFS) ist neben einer adäquaten Diabetes-Therapie eine konsequente Druckentlastung essenziell, beispielsweise durch eine individualisierte Schuhversorgung, Orthesen oder Total Contact Casts.[2,3]
Beim Ulcus cruris venosum bildet die Kompressionstherapie die Grundlage der Behandlung. [2,3] -
Wundhygiene als Basis der Wundbehandlung
Bei einem Dekubitus in der Sakralregion kann es insbesondere bei bettlägerigen Patient:innen aufgrund der anatomischen Nähe zu Verunreinigungen der Wunde mit Urin oder Stuhl kommen. Eine konsequente Wundhygiene und gründliche Wundreinigung sind daher wichtige Bestandteile der Versorgung chronischer Wunden. Im Rahmen der Wundreinigung werden Zelltrümmer, abgestorbenes Gewebe, Beläge, Fremdkörper und Biofilm aus der Wunde sowie der Wundumgebung entfernt. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine optimale Wundheilung zu schaffen und Heilungsbarrieren zu reduzieren.[4]
Zur Reinigung kommen je nach Wundsituation sterile Wundspüllösungen zum Einsatz. Bei infizierten oder kritisch kolonisierten Wunden können antiseptische Lösungen verwendet werden. Anschließend erfolgt die mechanische Entfernung von Belägen und Verunreinigungen durch sanftes Auswischen oder bei entsprechender Indikation geeignete Débridement-Verfahren wie das scharfe oder chirurgische Débridement. [3,4] -
Exsudatmanagement: Die richtige Wundauflage macht den Unterschied
Exsudat spielt eine wichtige Rolle bei der Wundheilung. Je nach Zustand der chronischen Wunde kann es unter anderem Serum, Fibrin, weiße Blutkörperchen, Eiweiße, Lymphe, Blut oder Zelltrümmer enthalten. Übermäßiges Exsudat kann jedoch die wundumgebende Haut schädigen und das Risiko für Mazerationen erhöhen. Darüber hinaus können Geruchsbildung, Schmerzen sowie das Durchfeuchten von Wundverbänden die Lebensqualität der Patient:innen beeinträchtigen.[1,3]
Ein wirksames Exsudatmanagement ist daher ein zentraler Bestandteil der modernen Wundversorgung. Ziel ist es, überschüssiges Exsudat aufzunehmen und gleichzeitig ein günstiges Wundmilieu für die Heilung zu erhalten.[1,3]
Je nach Exsudatmenge können unterschiedliche Wundauflagen zum Einsatz kommen. Für stark exsudierende Wunden können Superabsorber wie ConvaMax™ verwendet werden. Dank des hohen Retentionsvermögens von ConvaMax™ verbleibt das Exsudat auch unter Kompression in der Wundauflage und der Wundrand und die wundumgebende Haut werden geschützt.[5]
Sinkt die Exsudatmenge auf ein mäßiges bis niedriges Niveau, können Schaumverbände wie ConvaFoam® ein effektives Exsudatmanagement[*6] unterstützen und für eine Vielzahl von Wunden eingesetzt werden[7].
Die Auswahl der geeigneten Wundauflage sollte sich dabei stets am individuellen Zustand der Wunde orientieren. -
Schaumverbände für schwierige Körperstellen gezielt auswählen
Nach der Wundreinigung und Wundbeurteilung sollte die Auswahl der Wundauflage an die jeweilige Wundsituation und Körperstelle angepasst werden. Insbesondere an schwierigen Körperstellen wie der Sakralregion oder der Ferse können passgenaue Verbandformen die Anwendung erleichtern und zu einer zuverlässigen Versorgung beitragen.[1,3]
Für diese besonderen Anforderungen stehen spezielle Schaumverbände in unterschiedlichen Formen und Größen zur Verfügung. ConvaFoam® von Convatec ist neben den Standardgrößen auch als Sakral- und Multisite-Größe erhältlich – diese wurden für die Versorgung verschiedener Wundtypen und anatomisch anspruchsvoller Körperstellen wie der Sakral- und Fersenregion entwickelt.[7,8]
Der ConvaFoam® Schaumverband kann auch zugeschnitten werden.[8] Dadurch lässt sich die Wundauflage individuell an anatomisch anspruchsvolle Körperstellen anpassen, beispielsweise an Gelenke, Knochenvorsprünge oder andere schwer zu versorgende Bereiche. So kann die Versorgung auch dann erleichtert werden, wenn keine vorgeformte Verbandgröße optimal zur Wundsituation passt. -
Adhärenz fördern: Gemeinsam zum Therapieziel
Eine erfolgreiche Versorgung chronischer Wunden erfordert die aktive Mitwirkung der Patient:innen. Deshalb sollten Betroffene und bei Bedarf auch pflegende Angehörige frühzeitig in die Therapieplanung eingebunden werden. Gemeinsam können Therapieziele festgelegt und die erforderlichen Maßnahmen besprochen werden. Eine verständliche Kommunikation sowie eine an den individuellen Informationsbedarf angepasste Patientenedukation tragen dazu bei, Wissen aufzubauen und das Selbstmanagement im Alltag zu unterstützen.[1,2]
Eine gute Therapieadhärenz kann insbesondere bei chronischen Wunden dazu beitragen, vereinbarte Behandlungsmaßnahmen konsequent umzusetzen. Dazu gehören beispielsweise die regelmäßige Durchführung von Therapiemaßnahmen, die Kontrolle von Risikofaktoren sowie die Einhaltung empfohlener Verhaltensweisen.[1,2]
Bei einem Dekubitus kommt der Druckentlastung der betroffenen Körperstelle eine besondere Bedeutung zu. Pflegende Angehörige können nach entsprechender Anleitung durch medizinisches Fachpersonal bei Lagerungsmaßnahmen unterstützen und helfen, Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen. Dadurch können mögliche Risiken schneller identifiziert und mit den behandelnden Fachkräften besprochen werden.[1,2]
Die Versorgung chronischer Wunden an schwierigen Körperstellen erfordert ein ganzheitliches Vorgehen. Neben Kausaltherapie, Wundhygiene, Exsudatmanagement und der Auswahl geeigneter Wundauflagen spielen auch die Adhärenz der Patient:innen und die Behandlung möglicher Heilungsbarrieren eine wichtige Rolle.
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Quellen:
*Gegenüber ausgewählten Verbänden, die in-vitro auf Absorption, Retention, Flüssigkeitsaufnahme und Haftung getestet wurden
1.Initiative Chronische Wunden e.V. (ICW): Standards für die Diagnostik und Therapie chronischer Wunden, Stand 2026
https://www.icwunden.de/wundwissen/standards-definitionen/
2.DNQP: Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden, 2. Aktualisierung 2025.
cWunden_2Akt_Auszug.pdf
3.AWMF S3-Leitlinie: Lokaltherapie schwerheilender und/oder chronischer Wunden aufgrund von pAVK, Diabetes mellitus oder chronischer venöser Insuffizienz (Registernummer 091-001) AWMF Leitlinienregister
4. Murphy C, Atkin L, Swanson T, et al.
International consensus document. Defying hard-to-heal wounds with an early antibiofilm intervention strategy: Wound Hygiene.
Journal of Wound Care. 2020.
5. The in-vitro physical performance characteristics of ConvaMax™ Superabsorber. AP-030412-MRL.
6. WHRI9478 MS186_DHF1093 ConvaFoam Superiority Report Testing between May 2021 – June 2022
7. ConvaFoam Silicone IFU.
8. WHRI8051 MS173 In-vitro Performance Characteristics of ConvaFoam
(SC-65283-DEU-DEU-v2)
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